Rheum rhabarbarum, besser bekannt als Rhabarber, ist eine ausdauernde, winterharte Staude aus der Familie der Knöterichgewächse (Polygonaceae). Die ursprüngliche Heimat des Rhabarbers liegt in Asien, insbesondere in den Regionen Chinas und Sibiriens. Von dort gelangte die Pflanze nach Europa und wird heute vor allem als beliebte Nutz- und Gartenpflanze kultiviert.
Wuchs🌱
Rhabarber bildet kräftige, unterirdische Rhizome und wächst jedes Jahr neu aus. Die Pflanze entwickelt große, auffällige Blätter mit langen, fleischigen Blattstielen. Je nach Sorte kann sie eine Höhe und Breite von etwa 1 bis 1,5 Metern erreichen. Im Frühjahr erscheinen aus der Mitte der Pflanze zunächst die charakteristischen Blattstiele. Später können sich hohe Blütenstände mit zahlreichen kleinen, weißlichen bis rosafarbenen Blüten entwickeln.
Verwendung🍴
Vor allem die fleischigen Blattstiele werden als Obst verwendet, obwohl Rhabarber botanisch zum Gemüse zählt. Sie eignen sich hervorragend für Kuchen, Kompott, Marmeladen, Desserts und verschiedene Getränke. Die großen Blätter sind aufgrund ihres hohen Oxalsäuregehalts nicht zum Verzehr geeignet. Rhabarber ist außerdem eine attraktive Strukturpflanze und kann mit seinen großen Blättern Beete und Bauerngärten wirkungsvoll bereichern.
Standort📍
Rhabarber bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Besonders gut wächst er in tiefgründigen, humosen und nährstoffreichen Böden, die ausreichend Feuchtigkeit speichern können. Staunässe sollte jedoch vermieden werden. Da Rhabarber über viele Jahre am gleichen Platz stehen kann, sollte ihm ausreichend Raum zur Entwicklung eingeräumt werden.
Pflege
Die Pflanze ist grundsätzlich pflegeleicht. Während der Wachstumsperiode sollte der Boden gleichmäßig feucht gehalten werden, insbesondere bei längeren Trockenperioden. Eine regelmäßige Versorgung mit Kompost oder organischem Dünger unterstützt das kräftige Wachstum. Verblühte Blütenstände können frühzeitig entfernt werden, damit die Pflanze ihre Energie stärker in die Bildung kräftiger Blattstiele investiert. Ab dem Spätsommer sollte auf eine weitere Ernte verzichtet werden, damit sich die Pflanze ausreichend regenerieren und Nährstoffe für das kommende Jahr einlagern kann.